Nr. 1 - Perfektionsloge 'Sabina von Steinbach' im Gewölbe des Mains

Schottischer Ritus AASR Sabina von Steinbach

 

Alle Arbeiten finden im Frankfurter Logenhaus, Finkenhofstr., statt.

Arbeitskalender 2017

Samstag, 07. Jan. 2017 TA 14°
Samstag, 04. März 2017 TA 4°
Samstag, 13. Mai 2017 TA 18°
Samstag, 08. Juli 2017 TA 4°
Samstag, 09. Sept. 2017 Termin entfällt
Samstag, 04. Nov. 2017 TA 9° mit Beförderung
   

Arbeitskalender 2018

Sonntag, 14. Jan. 2018  TA 4° mit Aufnahmen
Samstag, 10. März 2018  TA 4°
Sonntag, 27. Mai 2018  TA 30° mit Beförderungen
Samstag, 07. Juli 2018  TA 4°
Samstag, 8. Sept. 2018  TA 9° mit Beförderungen
Sonntag, 18. Nov. 2018  TA 4°
   

Alle Arbeiten finden, wenn nicht anders vermerkt, in Frankfurt am Main statt.

Gäste bitten wir um rechtzeitige Anmeldung.

 

 

Zur Namensgeberin unserer Perfektionsloge Sabina von Steinbach

Die Quellen zu Sabina von Steinbach (in manchen Schriften auch Sabine oder Sabrina genannt) sind nicht nur sehr rar, sondern beginnen auch fast immer mit dem Hinweis auf Erwin von Steinbach (gest. 1318 in Straßburg), den Vater Sabinas.

Erwin war einer der herausragenden Baumeister des Straßburger Münsters und spielt in der französischen und süddeutschen Freimaurerei als „Meister Erwin“ eine besondere Rolle. Diese familiäre Herleitung zu Sabina von Steinbach wird der herausragenden Stellung dieser Frau aber ganz und gar nicht gerecht.

Wenn so manche Enzyklopädie davon berichtet, dass es neben den Söhnen Erwins (die ebenfalls am Straßburger Münster arbeiteten) noch eine Tochter gab, und sich die Quellenlage zu dieser Frau fast „mystisch“ darstellt, so macht das natürlich erst einmal neugierig. Übrig bleibt dann bei genauerem Hinsehen eine Frau inmitten einer von Tradition und Religion erstarrten Männerwelt, die so enormes geleistet haben muss, dass sie jeder Zensur und jedem Vergessen seit Jahrhunderten trotzt.

Ohne das unsterbliche Zeugnis ihrer Handwerkskunst aus dem späten 13. Jahrhundert wäre Sabina von Steinbach wahrscheinlich ganz im Nebel der Geschichte verschwunden. Tatsächlich war sie als Steinmetz für die Gestaltung des Südportals der Kathedrale Notre-Dame zu Straßburg verantwortlich. In einer Veröffentlichung des Pfarrers Schadeus (Münster) zur Kathedrale von Straßburg aus dem Jahre 1617 wird auch Sabina als Gestalterin für ein Portal erwähnt.

So sicher wir heute davon ausgehen können, dass Frauen als Steinmetze arbeiteten, so unklar ist unsere Geschichtsschreibung in Bezug auf die Zulassung von Frauen in die Zünfte und Bruderschaften der mittelalterlichen Gesellschaft. Wahrscheinlich ist, dass sie nicht als Steinmetzmeisterin wirkte, sondern lediglich mit ihrem Vater und ihren Brüdern arbeitete. Man darf zudem davon ausgehen, dass ihre Leistungen als Steinmetz so herausragend gewesen sein müssen, dass man ihr die Ausführung des Südportals übertrug.

Auch wenn wir heute kaum überprüfbare Fakten zum Leben und Werk Sabina haben, so war und ist ihre Wirkung offenkundig sehr nachhaltig. Diese Faszination wird u.a. vom Maler Moritz von Schwind in seinem 1844 entstandenen Gemälde in Öl festgehalten.

Die Inschrift am Straßburger Münster (übersetzt): „Die Gnade Gottes sei mit Sabina (SAVINAE), von deren Hand aus hartem Stein gehauen ich als Figur hier stehe“, ist weltberühmtes Zeugnis ihrer Existenz.